Ring Mokume Gane – zweiter Versuch

(Mai 2015) Hier ist mal eine kurze Übersicht, wie dieser Mokume Gane Ring entstanden ist.

Nach dem ersten Versuch habe ich Hilfe aus diesem Schmuckforum, exakt gesagt aus diesem Thema erhalten. Nochmal vielen Dank dafür.

Der Ring besteht aus Kupfer und Feinsilber mit einem Innenring aus Sterling-Silber.

Hier ist noch der Arbeitsablauf:

  1. Reinigen der Bleche
    • Ich habe hier fertige Bleche verwendet, damit diese wirklich plan und homogen sind.
  2. Stapeln und verspannen der Bleche in einem kleinen Schraubstock (isoliert mit Backpapier)
    • Möglichst mit Beilage verpressen, sodass alles gleichmäßig und sehr fest gespannt werden kann.
  3. Etwas Flussmittel (Borax) außen auf das Blechpaket geben
  4. Erhitzen des Blechpakets bis zu einer durchgehenden Rotfärbung und verlöten der Enden mit Silber-Hartlot
  5. Säubern und befeilen, bis ein Vierkantstab entsteht
  6. Tordieren mit Zwischenglühen
  7. Schmieden, bis annähernd ein Vierkantstab entsteht
  8. Auftrennen in zwei kurze Stücke (für zwei Ringe) und der Länge nach aufsägen
  9. Weiten mit Ringriegel
  10. Befeilen der Überstände
  11. Innenring aus Silber anfertigen und verlöten

Hier sieht man den verschweißten und bereits tordierten Barren aus Kupfer und Feinsilber. Leider hatte ich vor diesem Zustand keine Bilder gemacht.

Nach dem Tordieren habe ich den Barren flach ausgeschmiedet und zwischendurch zwischengeglüht.

Hier ist der Barren geteilt und mit einem Trennschnitt versehen.

Dann wurde der Schnitt mit einem Dorn geweitet. Auch dabei wurde zwischengeglüht und aufreißende Verschweißungen verlötet.

Hier sind nun die „Ohren“ abgefeilt und nun ist es so langsam als Ring zu erkennen. Die rote Farbe habe ich zum Markieren verwendet, um die Dicke des Rings anzureißen.

Ergebnis

Und das ist er, der fertige Mokume Gane Ring mit zusätzlich eingelötetem Innenring aus Sterling-Silber. Der Innenring soll das Abfärben des Rings auf den Finger vermeiden.

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, wenn auch noch ausreichend Verbesserungspotential vorhanden ist. Den Innenring habe ich nicht komplett fein gefeilt, weil er sonst zu lose geworden wäre und es gibt eine kleine Fehlstelle in der Verschweißung. Trotz dessen ist das für mich ein voller Erfolg.

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